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Männer wacht auf! Frauen, wacht auf! Eine tiefe Unversöhnlichkeit ist zwischen die Geschlechter gekommen. Der Feminismus ist der Feind der Liebe und der Feind der Familie. Er nimmt den Männern die Frauen und die Kinder weg. Er nimmt den Frauen die Welt weg, in der allein sie blühen können. Der Feminismus macht die Männer schlecht. Erst in der Sprache, dann in der Wirklichkeit - als ginge es auch ohne sie. Ist das gut? Nein! Feminismus ist Apartheid. Feminismus ist ein totalitärer Umbau der Normalität. Feminismus ist ein Krieg, der verleugnet wird. Wer an den Feminismus glaubt, wird unglücklich. Frauen dürfen abtreiben und sich scheiden lassen. Männer dürfen zahlen. Oder der Staat zahlt, den auch die Männer bezahlen. Was haben Frauen und Männer davon? Nichts! Der Mann wird einsam, und die Frau wird zur "Frau ohne Welt". Bernhard Lassahn beschreibt all das heiter, gelassen, traurig, amüsiert und scharfsinnig. Lassahn sagt: "Es gibt ein Leben nach dem Feminismus. Und dieses Leben beginnt mit der Liebe. Denn mit der Liebe beginnt die Zukunft."
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Doris Lessing
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Doris Lessing (* 22.10.1919 in Kermānschāh, Iran als Doris May Tayler) ist eine britische Schriftstellerin. 2007 erhielt sie den Literaturnobelpreis.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Der Vater war Invalide des 1. Weltkriegs und britischer Kolonialoffizier, und die Mutter Krankenschwester. Als sie geboren wurde, war ihr Vater bei der Imperial Bank of Persia angestellt. 1925 zog die Familie in die Kolonie Südrhodesien (Simbabwe), wo sie ein hartes Leben auf dem Land führte. Lessing besuchte eine katholische Klosterschule und die Girls High School in Salisbury (Harare). Mit vierzehn Jahren brach sie die Schule ab. Das riesige Stück Land brachte keinen Reichtum, so dass ihre Mutter den Traum, ein viktorianisches Dasein "unter den Wilden" zu führen, aufgeben musste.
1939 heiratete sie Frank Charles Wisdom; aus dieser Ehe hat sie zwei Kinder. Die Ehe wurde 1943 geschieden, die Kinder ließ sie beim Vater. Von ihrer Tochter hört man danach kaum noch etwas, von ihrem Sohn nicht viel mehr, obwohl Lessings Schreiben sehr autobiographisch ist. Danach trat sie einem kommunistischen Leseklub bei, wo sie ihren zweiten Mann kennenlernte. 1945 heiratete sie den deutschen Flüchtling Gottfried Lessing, mit dem sie einen weiteren Sohn hat, der nach der Scheidung 1949 bei ihr blieb. Lessings Schwester war die Mutter von Gregor Gysi. Nach ihrer zweiten Scheidung behielt sie den deutschen Nachnamen bei. 1952 wurde sie Mitglied der kommunistischen Partei ("die neurotischste Handlung meines Lebens").
Literatur
Die frühen Bücher waren von ihrer damaligen kommunistischen Überzeugung geprägt, mit der sie 1956 (Einmarsch der Sowjetunion in Ungarn, Chruschtschows Distanzierung vom Stalinismus) aber brach. Sie sagt von sich selbst, dass sie eine idealistische, utopische Kommunistin war, und nicht stolz darauf ist.
"Das goldene Notizbuch" gilt als ihr Hauptwerk. Darin werden eindrücklich die Doppelzüngigkeit von Organisationsdisziplin und der freien, auch zynischen Rede über die stalinistischen Verbrechen außerhalb der Parteiversammlungen geschildert.
Ihr Werk wurde häufig als Klassiker des Feminismus bezeichnet. 1982 distanzierte sich jedoch Doris Lessing von dieser Sichtweise: "Die Feministinnen verlangen von mir einen religiösen Akt, den sie nicht genauer untersucht haben. Sie wollen, dass ich Zeugnis ablege. Am liebsten möchten sie, dass ich sage: 'Ich stehe auf eurer Seite, Schwestern, in euerm Kampf für den goldenen Tag, an dem all die brutalen Männer verschwunden sind.' Wollen sie wirklich, dass man allzu vereinfachende Aussagen über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen macht? Genau das wollen sie. Mit großem Bedauern bin ich zu diesem Schluss gelangt." [1]
Verschiedene Kritiker vergleichen Doris Lessing mit Virginia Woolf.
Zitate
- "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun." [2]
- "Political correctness ist die natürliche Fortsetzung der Parteilinie. Hier sehen wir wieder einmal, wie eine selbsternannte Gruppe von Wächtern ihre Ansichten anderen aufzwingt. Es ist ein Erbe des Kommunismus, aber sie scheinen es nicht zu sehen." [3]
- "Man muss nur sagen, der und der ist ein Faschist, und das ist das Ende jeder Vernunft; danach kann man nicht mehr klar denken."
- "In meinen Augen hat der Feminismus den Frauen nicht besonders gut getan. Wir haben einige ziemlich furchterregende Exemplare hervorgebracht. Als man den Frauen den Freiraum gab, auf unangenehme Weise kritisch zu sein, haben sie die Gelegenheit sofort beim Schopf ergriffen, und seitdem haben die Männer zu leiden."[4]
Einzelnachweise
- ↑ "Doris Lessing on Feminism, Communism and 'Space Fiction'", New York Times, 25. Juli 1982
- ↑ Lay off men, Lessing tells feminists: Novelist condemns female culture that revels in humiliating other sex, The Guardian, 14. August 2001; Feminismus heißt nicht, auf Männer einzudreschen, 14. August 2001
- ↑ The Sunday Times, 10. Mai 1992
- ↑ Seitdem haben die Männer zu leiden, Frankfurter Rundschau am 30. Juli 2008
Weblinks
- Väter aktuell: Doris Lessing
