Bildung
Aus WikiMANNia
Hauptmenü > Bildung
Jungen weisen schlechtere Schulleistungen auf und stellen auf Haupt- und Sonderschulen die Mehrheit, auf Gymnasien die Minderheit der Schüler [1]. Als eine der Ursachen gilt der geringe Männeranteil bei erzieherischen und Lernberufen. Wir fordern daher eine verstärkte Männerförderung in diesen Berufsfeldern, damit Jungen in Kindergarten und Schule mehr männliche Bezugspersonen haben. Außerdem bedarf es einer deutlich stärkeren Berücksichtigung der Eigenarten von Jungen in Unterricht und Erziehung. Auch die erschreckenden Zuwachsraten von psychologisch auffälligem Verhalten treffen weit überproportional Jungen, was entsprechend eingeordnet und bewältigt werden sollte. Darüber hinaus weisen Jungen laut PISA-Studie eklatante Defizite in der Lesekompetenz auf; weit höher als die Defizite der Mädchen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften. [2] Trotzdem werden nur Initiativen in Richtung mädchenorientiertes Lernen für Mathematik/Naturwissenschaften unternommen. Ein eigenes Kompetenzzentrum soll die Integration von Mädchen und Frauen in naturwissenschaftliche Bereiche forcieren. Etwas Ähnliches für die Probleme der Jungs gibt es nicht einmal ansatzweise, wäre aber überaus notwendig. Wir fordern eine gezielte jungenspezifische Förderung im Bereich Lesekompetenz.
Jungen haben ein signifikant schlechteres Bildungsniveau und eine signifikant schlechtere Bildungsbeteiligung als Mädchen. Die OECD resümierte in ihrer PISA-Studie u.a., dass das Bildungsdefizit der Jungen (insbesondere die eklatant schlechte Lesekompetenz) eine "große bildungspolitische Herausforderung" darstelle. Dies war im Jahr 2000. Trotzdem werden die Jungen weiterhin aus bildungs- und jugendpolitischen Maßnahmen (z.B. dem Zukunftstag) gezielt ausgegrenzt.
Das Forum Bildung – ein Gremium der bildungspolitisch Verantwortlichen aus Bund und Ländern - hat schon 2001 die gleiche Teilhabe von Mädchen und Jungen an Maßnahmen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums auf geschlechtsuntypische Berufe gefordert. Trotzdem werden Jungen bis heute aus solchen Maßnahmen, wie z.B. dem Zukunftstag ausgegrenzt oder nachrangig berücksichtigt.
Im Schulbereich konzentriert sich die Förderung weitgehend auf Mädchen, hier vor allem auf die Fächer Mathematik/Naturwissenschaften. Obwohl Jungen in ihren Schulleistungen immer mehr hinter den Mädchen zurückfallen und schon daher einer verstärkten Förderung bedürften, wird für sie kaum etwas getan. Maßnahmen der Politik zur Behebung der personellen Schieflage im Primarbereich (kaum männliche Erzieher und Grundschullehrer) lassen bislang auf sich warten.
In der Politik auf diesem Gebiet herausragend ist die KMK-Präsidentin Ute Erdsiek-Rave
In seinem Abschiedsbrief notiert der 18-jährige Amokläufer von Emsdetten: „Das Einzigste, was ich intensiv in der Schule beigebracht bekommen habe, war, dass ich ein Verlierer bin.“
Inhaltsverzeichnis |
Studien
Aktionsrat Bildung 2009
Bildungssystem benachteiligt Buben massiv. Die Erkenntnis ist beileibe nicht neu, aber jetzt einmal mehr wissenschaftlich untermauert: Buben sind die großen Verlierer des deutschen Bildungssystems. Eine aktuelle Studie belegt dies mit alarmierenden Zahlen.[3] [4] [5]
Schlechtere Noten bei gleicher Leistung
Emotionale Aus- und Weiterbildung
Selbstbehauptung und Selbstvertrauen für Jungen und Männer: Emotionale Unabhängigkeit, Abbau von Minderwertigkeiten, Abbau schlechtes Gewissen, Umgang und Abbau Verlustängste und Liebesentzug, Selbstversorgung mit körperlichen Berührungen, Eigene Führung bei der Bestimmung von Nähe und Distanz, eigene Integrität behalten, eigene Bedürfnisse befriedigen, Wohlfühlen in der menschlichen Gemeinschaft, Lebenstüchtigkeit erhöhen, Abbau von Angst der eigenen Emotionen, wirkliche Wahlfreiheit bei der Partnerversuche, Neubewertung des Verhältnisses zu Frauen, Respekt und Wertschätzung bei Frauen etablieren, wirkliches Verständnis einfordern, eigene Bedürfnisse kennenlernen, das eigene Leben selbstgestalteten, Lebensabschnitte ohne Arbeit und ohne Frauen geniesen und gestalten lernen, Grenzen der Partnerschaft selbst bestimmen, die eigene Offenheit standardisieren, Identifikationsschwerpunkt bei sich selbst justieren lernen, usw.
volkswirtschaftlicher Schaden
Ingenieur-Mangel in Deutschland eskaliert trotz Wirtschaftskrise
Deutschland gehen die Ingenieure aus: Nach SPIEGEL-Informationen bekommen Unternehmen trotz Rezession vermehrt Probleme, frei werdende Stellen zu füllen - schon jetzt sind 50.000 Jobs unbesetzt. Experten fordern mehr Investitionen in die Fachkräfteausbildung. [...] Durch den Mangel an Fachkräften gehen der deutschen Wirtschaft schon jetzt jährlich rund 29 Milliarden Euro verloren. [6]
Klassenwiederholer
Jungen bleiben häufiger sitzen, obwohl das nichts bringt: "Wenn Schüler eine Klasse wiederholen müssen, ist das ärgerlich, nicht nur für sie selbst: Ehrenrunden fressen laut einer neuen Studie rund eine Milliarde Euro pro Jahr - und niemand hat etwas davon: Statt sich zu verbessern, verplempern Wiederholer meist lediglich Lebenszeit."
Einzelnachweise
- ↑ Gender Datenreport
- ↑ PISA 2003: Kurzfassung der Ergebnisse
- ↑ Studie: Aktionsrat Bildung - Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem 2009
- ↑ Bildungssystem benachteiligt Buben massiv, BR online
- ↑ Jungen sind die Verlierer im deutschen Bildungssystem, FOCUS
- ↑ Ingenieur-Mangel in Deutschland eskaliert trotz Wirtschaftskrise, Der Spiegel (21. 3. 09)
