Jungen
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Fehlende positive Vorbilder
- "Bis in die 70er-Jahre gab es ein positives, heroisches Männerbild, sie waren Entdecker der Welt, Staatenlenker, Ärzte und Heilige. Dieses Bild wurde durch den Feminismus niedergerissen. Seither werden Männer fast nur negativ dargestellt: als Naturzerstörer und Kriegstreiber, Pornografen und Vergewaltiger. Von der ursprünglich positiven Männlichkeit ist nicht viel übrig."
- "Wir alle brauchen Bilder, um uns zu orientieren. Ein Erwachsener kann sich in der Regel gegen Negativbilder wehren. Aber für Buben ist es ein Problem, wenn sie kein positives und gültiges Bild haben, an dem sie sich ausrichten und abarbeiten können."
- "In geschiedenen Familien kommt hinzu, dass die männliche Bezugsperson, der Vater, als Orientierung fehlt. In den USA hat man festgestellt, dass achtzig Prozent der jugendlichen Straftäter ohne Vater aufgewachsen sind."
- "Zudem kann man beobachten, dass typische Jugendprobleme vor allem von Buben und jungen Männern ausgehen, sei es Autorasen, Komasaufen, Hooliganismus im Fußballstadion, Kriminalität oder Schulabbruch. Das sind ebenfalls Folgen der Orientierungslosigkeit." [1]
Besonders in Kindergärten und Grundschulen dominieren weibliche Erzieher und zuhause dominieren die Mütter. Es fehlen somit besonders bei Kindern von alleinerziehenden Frauen Eindrücke von Männern im Alltag.
Gewaltopfer
Im Gegensatz zu dem flächendeckendem Hilfsangebot von weiblichen Gewaltopfern gibt es für Jungen bundesweit lediglich drei auf sie spezialisierte Einrichtungen.
Beschneidung
In Deutschland bzw. weltweit werden Jungen gegen ihren Willen (teilweise auch gegen den Willen ihrer Eltern) beschnitten.
Typisches Jungenverhalten wird nicht toleriert
Typisches Jungenverhalten wird als pathologisch betrachtet. Wo sich Jungen früher austoben konnten, werden sie heute als medizinische Fälle registriert. Wer früher als Zappelphilipp galt, hat heute ein Aufmerksamkeitsdefizit und wird mit Medikamenten (z. B. Ritalin) ruhiggestellt (drei- bis neunmal häufiger als Mädchen[2]). Jungen werden ausgegrenzt, zu Versagern gestempelt und versagen tatsächlich, weil Eltern, Lehrer und Gesellschaft mit ihnen nichts anfangen können.[3]
"Ein guter Junge ist ein Junge, der sich wie ein Mädchen verhält". Die Jungs, die viel lieber Rabauken wären, sollen wie die Mädchen "im Kreis still sitzen, malen und erzählen." Wenn das nicht klappt, wird therapiert. Denn im Vergleich zu den Mädchen erschienen Jungen irrtümlich in ihrer Entwicklung verzögert. [...] So würden immer mehr Mütter auf Anraten der Erzieherinnen und Lehrerinnen mit ihrem Sohn zum Arzt geschickt, um dem Kind Ergotherapie verschreiben zu lassen. Kaethner will stattdessen, dass Ärzte die Eltern auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede der Kinder hinweisen." [4]
Kriegsspielzeug
Kinder lieben das Spiel mit Waffen – zu Gewalttätern werden sie deshalb noch lange nicht. Warum Eltern sich mit Kriegsspielzeug auseinandersetzen sollten, statt es rigoros zu verbieten.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Das Ende vom klassischen Männerbild, 6. Juni 2009 (Salzburger Nachrichten interviewt Walter Hollstein)
- ↑ SPON (13. 4. 2009) Männer in der Sinnkrise - Das vergessene Geschlecht
- ↑ FAZ.net: Wir müssen die Jungs wieder lieben lernen
- ↑ Ärztezeitung: Sind Jungs gut, wenn sie sich wie Mädchen verhalten?
- ↑ Erziehung: Waffen und Kind
Weblinks
- Web Jungs: Eine Homepage, die sich speziell an Jungen zwischen 10 - 19 Jahren richtet
- MANNdat: "Benachteiligte Jungs - wen kümmert's?"
- MANNdat: MANNdat: "Jungen und Geschlechterpolitik"
- MANNdat: MANNdat: "Jungen in der Schule"
- MANNdat: MANNdat: "Jungen in Deutschland – Die politisch gewollte Perspektivlosigkeit?"
- MANNdat: MANNdat: "Jungen sind auch Menschen"
- Genderama: Artikel mit Label "Erziehungswesen", "Jungen"
- Männer in der Sinnkrise: Das vergessene Geschlecht, Spiegel am 13. April 2009 (noch nicht vollständig integriert)
- Jungen: die neuen Sorgenkinder - Teil I, Kevin Fuchs 18.05.2010
