Lila Pudel Liste
Aus WikiMANNia
Diese Liste geht auf eine Initiative des Benutzers "Oberkellner" aus dem WGvdL-Forum zurück.
Liste
Eckhard Fuhr
Die Zukunft ist weiblich, aber sie wird nicht unbedingt schöner. Beim Fußball erweist sich, dass Frauen sehr männlich sein können, wenn sie wollen. Auch in den jüngsten Kriegen ist das immer wieder deutlich geworden. Die Überlegenheit der Frauen beruht darauf, dass sie schon immer sowohl im Damen- als auch im Herrensattel reiten konnten. Auf Männer trifft das nicht zu. Sie sind in ihrer Geschlechtsrolle gefangen, haben es allerdings nicht bemerkt, weil sie diese Gefangenschaft für Überlegenheit hielten. Jetzt sehen sie, kaum dass sie den Windeln entwachsen sind, dass sie gegenüber Frauen in jeglicher Hinsicht die Unterlegenen sind. Frauen sind schneller trocken, lernen schneller sprechen und lesen, haben die besseren Abiturs(sic)noten und die intensiveren Orgasmen, werden nicht so leicht kriminell, ergattern die begehrtesten Studienplätze, müssen nicht zur Bundeswehr, dürfen aber, wenn sie wollen, und erklären als "Tagesthemen"-Moderatorinnen die Welt.[1]
Kuno Trueb
stimmt Jeff Hearns Grundsätzen der Männerforschung zu [2]
Bryan Sykes
- Britischer Genetiker
Der männliche Zell- Baustein offenbart, wer eigentlich das starke Geschlecht ist. Frauen haben die besseren Gene, und Männer sind eine sich selbst gefährdende Spezies
Männern hat die Natur einen Geburtsfehler in den Zellkern geschmuggelt: ein in Richtung Unter- gang schrumpfendes Y-Chromosom. Die Natur ist verdammt ungerecht. Zumindest aus der Sicht des Mannes. Als ob es an Erniedrigung nicht schon gereicht hätte, dass er nach vergleichenden Auswertungen von Kranken- und Todesstatistiken seine über die Jahrtausende hinweg bravourös gespielte Rolle als starkes Geschlecht kleinlaut abgeben musste. Aber nein. Just die männlich dominierte Wissenschaft muss noch eines draufsetzen. Kaum hatten Forscher den molekularen maskulinen Bauplan vorgelegt, da wurde ersichtlich, dass die auf dem Y-Chromosom basierende Männlichkeit als etwas dauerhaft Marodes beschrieben werden kann. Als chronische Krankheit der Menschheit. Und weil sich die Natur mit ihrem Evolution genannten Immunsystem vor schadhaften Einflüssen zu schützen weiß, werde sie auch das Leiden Mann bald auskuriert haben - in gut 100.000 Jahren, wie der britische Genetiker Bryan Sykes prophezeit. Denn dann, lautet seine diskriminierende These, sei der Mann ausgestorben.
Wer darob nun verzweifelt und glaubt, damit wäre zeitgleich auch das Ende der Menschheit besiegelt, der oder die irrt gewaltig. Denn der Frau wird bis dahin der Untergang des Mannes völlig egal sein können. Ja viel mehr noch: Triumphierend wird sie den endgültigen Sieg im Jahrtausende andauernden Geschlechterkampf für sich verbuchen, mit ihren Nachkommen den Mann gleich neben dem Dinosaurier im Naturhistorischen Museum bestaunen. Vielleicht am Muttertag.[3]
Jeff Hearn
- (GB) britischer Soziologe und einer der Mitbegründer der kritischen Männerforschung (critical studies on men) im englischsprachigen Raum.
Jeff Hearn entwickelte fünf Prinzipien, die für eine zukünftige kritische Männerforschung Anwendung finden sollten.
- (1987 in "Achilles Heel" – Magazin der Profeministen -erstveröffentlicht):
- Männer sollten die Autonomie der Frauenforschung respektieren, was nicht heißen soll, umgekehrt eine Autonomie der Männerforschung einzufordern.
- Männerforschung soll Frauen und Männern offenstehen.
- Das vorrangige Ziel der Männerforschung ist die Entwicklung einer Kritik an männlicher Praxis, zumindest teilweise aus feministischer Sichtweise.
- Männerforschung ist interdisziplinär anzulegen.
- Männer, die Männerforschung betreiben, müssen ihre Praxis des Forschens, Lernens, Lehrens und Theoretisierens hinterfragen, um nicht die patriarchale Form eines desinteressierten Positivismus zu reproduzieren. Ziel sei eine Bewusstseinserweiterung der Männer.
1990 ergänzte Jeff Hearn zusammen mit David Morgan in "The critique of men" diese Prinzipien noch um die Punkte, dass (heterosexuelle) Männer sich nicht um Forschungsgelder und Universitätsposten bewerben sollen, die für Geschlechterforschung ausgeschrieben wurden, und dass feministische Wissenschaft und Frauenforschung in der eigenen Forschung und in den Institutionen zu unterstützen sei.
Dieter Otten
- Soziologe an der Universität Osnabrück
Frauen als Friedensstifter - für Dieter Otten ist das nicht nur eine Vorlage für literarische Dramen, sondern längst Realität: "Ohne moralisch integere, beruflich hoch motivierte, leistungsfähige und sozial engagierte Frauen wäre das ökonomische, soziale und politische System der westlichen Demokratien längst gescheitert", betont der Sozialwissenschaftler. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern hat der Professor für Soziologie an der Osnabrücker Universität einzelne Bereiche der Kriminalität nach Geschlechtern unterschieden. Danach gibt es nicht einen Bereich, in dem Frauen eine nennenswerte Rolle spielen. "Gewalt ist männlich", konstatiert der 59-Jährige. "Dass unser System überhaupt noch funktioniert, liegt an den Frauen." Otten vermutet, dass auch die Managerposten in weiblicher Hand sein werden, sobald die geburtenschwachen Jahrgänge in der Wirtschaft spürbar werden: "Ein Unternehmer hat mal gesagt: 'Lieber eine Frau als einen Inder.' Typisch Mann. Doch mit dieser Spezies müsse man eben Mitleid haben, findet der Autor des Buchs "MännerVersagen": "Frauen sind einfach lebenstüchtiger", betont Otten. [4]
Steve Jones
- (GB), Genetiker
Das Y-Chromosom - einst genetisches Symbol männlicher Überlegenheit - ist, so Jones, von allen Chromosomen das mickrigste - und es schrumpft. Im Laufe der Jahrtausende hat es zwei Drittel seiner Größe eingebüßt. Jones zeigt sich "zuversichtlich, dass das Y-Chromosom in den nächsten zehn Millionen Jahren vom Erdboden verschwinden wird". Doch was heißt das? Muss uns das, was in zehn Millionen Jahren geschieht, wirklich beunruhigen? Wenn es nach Jones geht, ja. Denn der Genetiker versucht sich auch als Soziologe. Er spekuliert: Das kränkelnde Y-Chromosom sei auch für das soziale Verhalten des Mannes verantwortlich - Schuld an nahezu allen männlichen Übeln, vom Tod durch Alkohol, über eine schlechtere Bildung bis hin zum Risikosport. "Männer werden häufiger vom Blitz getroffen, weil sie häufiger gefährliche Dinge tun, auf Berge klettern oder Golf spielen", so Jones. "Man kann sagen, es gibt ein Golf-Gen und das sitzt auf dem Y-Chromosom." [5]
Ivo Knill
- (Schweiz) Redaktionsleiter der "Männerzeitung", Germanist und Publizist
Die Männerzeitung berichtet unter diesem Titel in ihrer aktuellen Nummer über Männer, die sich für Männer stark machen. Sie berichtet über Väterorganisationen, Bubenarbeit, über Scheidungsväter und ihre Anliegen. Sie zeigt Männer, die den Ausbruch aus dem tradierten Rollenkorsett wagen, das nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer zu eng geworden ist. Sie berichten darüber, wie sich Männer gegen Gewalt von Männern einsetzen und Auswüchse des männlichen Lebensstils kritisch hinterfragen. Fazit: Es ist Zeit, dass sich Männer positiv und selbstbewusst in den Prozess der Gleichstellung einschalten.
Partnerschaftliche Gesellschaft: Steht nun eine Offensive gegen den Feminismus an? Nein. Wir werden den Weg in eine partnerschaftliche Gesellschaft machen können, wenn es uns gelingt, die Schablonen der Geschlechter hinter uns zu lassen. Dazu braucht es Männer, die Ja zur Gleichstellung sagen, die aber auch bereit sind, sich von alten Denkschablonen zu befreien und neue männliche Anliegen für den Weg dahin zu formulieren. Wenn Männer als Väter aktiv sein sollen, dann brauchen sie flexible Arbeitszeiten, flexible Karrieremodelle und eine Familienpolitik, die sie aus der Ernährerfalle befreit, indem sie den ökonomischen Druck auf die Familie reduziert.[6]
Volkmar Sigusch
- Sexualforscher
FOCUS: Warum leben wir immer noch in einer Gesellschaft, in der der Sex sich hauptsächlich um die männliche Lust dreht, denkt man etwa an Prostitution und Pornographie?
Sigusch: Weil wir nach wie vor in einer männerzentrierten Gesellschaft leben. Weil die Geschäftemacher in der Regel phantasielose ältere Männer sind, die gar nicht ahnen, was Frauen begehren. Weil diese Männer so risikoscheu sind, daß sie es nicht wagen, Bordelle für Frauen zu eröffnen. Dieser ganze Bereich ich spreche gern vom Dienst am sexuellen Elendist nicht nur niveaulos, sondern unter kommerziellen Gesichtspunkten anachronistisch. Allerdings gibt es erste Anzeichen, daß jetzt allmählich die Sexualität auch für Frauen vermarktet wird.
FOCUS: Wie weit sind wir davon entfernt, daß die Frau als Genus, als Geschlecht, gleichwertig ist?
Sigusch: Von diesem Status sind wir meilenweit entfernt. Da in unserer Kultur Materielles entscheidend ist, bin ich davon überzeugt, daß eine wirkliche und wirksame Gleichwertigkeit erst erreicht werden kann, wenn die Geschlechter auch materiell gleichgestellt sind. Wie sehr Frauen in unserer Gesellschaft zurückgesetzt sind, läßt sich an einem kleinen Beispiel illustrieren: Keine Frauenklinik einer deutschen Universität wird von einer Frau geleitet. Noch wissen offenbar die Herren am besten, wie einer Frau zumute ist, die glücklich oder unglücklich schwanger ist, die vor einer Abtreibung steht oder die im Wochenbett psychotisch wird.
- Quelle: Focus 04/1998
Peter Dausend
"Dass mit den Universitäten nun eine der letzten Männerbastionen wackelt, verwundert kaum. Es war nur eine Frage der Zeit, dass sich auch hier das vermeintlich schwächere als das eigentlich stärkere Geschlecht entpuppt. Schließlich sind der Fußball (Frauen Europameister, Männer Rumpelfüßler), das Polit-Fernsehen (Maischberger Weltklasse, Wickert Kreisklasse) und die CDU (Girls Camp an der Spitze, Boy-Groups im Fußvolk) längst Frauensache. Aber ein Trost bleibt den Geschlagenen. Das Jammertal wird weiter von Männern bevölkert. Vor allem von denen aus der Union."[7]
Dietmar Ecker
- PR Agentur Ecker und Partner
Frauen gehört die Zukunft - Die PR, meint Ecker, wäre in der Vergangenheit als nicht sehr wesentliche Aufgabe eingeschätzt worden: "Daher war es für Frauen leichter, in dieser Branche Jobs zu bekommen, weil die Männerwelt die eigene Bedeutung nicht in Gefahr sah." Er beurteilt die Auswirkungen des starken Frauenanteils in der Branche positiv: "Der PR-Alltag ist stressig, verlangt viele rasche Entscheidungen und kostet viel Kraft. Frauen dokumentieren, dass sie dem viel besser gewachsen sind als Männer." Der Agenturchef gibt daher seinen männlichen Kollegen einen eindringlichen Rat: "Männer, fürchtet euch! Mit dem klassischen Macho-Gehabe ist in Zukunft nichts mehr zu reißen!"
Magnus Klaue
- "konkret"
Zwischen allerlei Psychologisiererei über "Intentionen" und "Sehnsüchte" sowie unbelegten (aber zeitgeistkonformen) Behauptungen, scheut sich Magnus Klaue nicht, Väterrechtler mit Antisemiten zu vergleichen.
Horst Opaschowski
- Freizeitforscher (BAT-Freizeitforschungsinstitut, Schwiegervater von MK Jörg Pilawa)
"Offensichtlich fehlt vielen jungen Männern der Mut, sich lebenslang um Kinder zu kümmern und familiäre Verantwortung zu übernehmen." Die Rolle als Familienoberhaupt habe das "starke Geschlecht" weitgehend verloren, als Haupternährer werde es immer weniger gebraucht. Da ziehen sich die Männer offensichtlich lieber zurück.
- Frauen:
- sind sozial engagierter.
- sind offener für Anregungen.
- praktizieren ein spontaneres Freizeitverhalten.
- können Freizeit bewusster genießen.
- sind in der Auswahl der Freizeitaktivitäten anspruchsvoller.
Künftiges Freizeitverhalten sollte sich deshalb an weiblichen Verhaltensmustern orientieren.[8]
Walter Altvater
- Grüne
"Vielleicht lesen sie mal von Hegel in der "Phänomenologie" über die Dialektik von Herr und Knecht. Ich glaube das charakterisiert das von Ihnen aufgeworfene Problem besser. "Herr" sein bedeutet eben auch faul sein und die Arbeit anderen überlassen und darin liegt eben von Anfang an, so Hegel, auch der Keim des Untergangs jeder Herrschaft, auch der der Männer. Da ich sowieso so kein Freund von "Herr"schaft, egal welcher Coleur, bin, habe ich damit kein Problem." - "ich bin sehr stolz darauf in einer, wie Sie es nennen "frauendominierten" Partei, Politik zu machen und werde mir auch künftig weder von Ihnen, noch von jemand anders erzählen lassen, dass in Wirklichkeit die Männer benachteiligt sind."[9]
Hendrik Pusch
- "Köln-Bonner Express"
Armenbegräbnis für Rabenväter - "Sie sterben einen einsamen Tod. Weil sich niemand um sie kümmert. Oder: Weil sie rücksichtslos ihre Familie im Stich ließen. Jahr für Jahr gibt die Stadt Bonn horrende Summen dafür aus, verstorbene Bürger unter die Erde zu bringen. Auch für Rabenväter muss der Steuerzahler blechen."[10]
Rolf-Dieter Hesch
- Professor Universität Konstanz
Professor Rolf Dieter-Hesch, 62, der mehr als 300 Publikationen veröffentlicht und die Stiftung "Men Against Violence" mitbegründet hat); in diesem Artikel finden sich Passagen wie: "Gewalt geht seit Menschengedenken von Männern aus, nur von Männern. Frauen üben nie solche Gewalt aus. Sie wehren sich nur, wenn man ihren Nachwuchs bedroht, wenn Männer sie vergewaltigen."
Johannes Singhammer
Aus Sorge um die demographische Entwicklung in Deutschland haben zwei Unionspolitiker deutsche Männer zu verstärkten sexuellen Aktivitäten aufgefordert. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer sagte der "Bild"-Zeitung, die Kinderarmut in Deutschland sei "auch ein Armutszeugnis für viele Männer".
Armin Klein
Der hessische CDU-Abgeordnete Armin Klein forderte laut "Bild" von deutschen Männern "mehr Mut zum Sex mit Folgen". Im Hinblick auf die kritische Lage der Rentenversicherung fügte Klein hinzu: "Die Selbstverwirklichung, die bei vielen zum Leben ohne Kinder geführt hat, ist in die Hose gegangen." Klein ist Vater von zwei Kindern.
Vladimir Spidla
- EU-Kommissar
Paul Schiefer Nach Zahlen von 2005 verdienten Frauen im EU-Schnitt 15 Prozent weniger als Männer. In Deutschland ging die Schere sogar noch weiter auseinander: Frauen erhielten 23 Prozent weniger Gehalt als Männer. Nur in Zypern, Estland und der Slowakei standen die Frauen im Vergleich zu den Männern noch schlechter da.
Als Grund nannte Spidla die geringe Vollzeit-Quote in Deutschland: Fast jede zweite Frau geht einer Teilzeitarbeit nach. Die Mitgliedstaaten müssten darüber hinaus aber Sorge tragen, dass Frauen durch die Geburt eines Kindes nicht zurückgeworfen würden. "Es ist unbegreiflich, dass eine Frau, die bis zu acht Monate zu Hause bleibt, dies noch nach 30 Jahren spürt", sagte Spidla. Zu Beginn der Karriere liege der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in der EU statistisch bei sieben Prozent, vor der Rente seien es dann 30.
Appell an die Männer: Auch die ungerechte Aufteilung der Hausarbeit nannte der tschechische Kommissar mit ausschlaggebend. Deutsche Frauen arbeiten nach seinen Angaben zehn Stunden mehr im Haushalt als Männer. Spidla richtete deshalb einen Appell an die Männer: "Es ist nicht möglich, die Gehaltsunterschiede zu beseitigen, wenn wir nicht mehr zu Hause tun."[11]
Adolf Gallwitz
- Polizeipsychologe
Gallwitz: Wir müssen hier ganz deutlich unterscheiden zwischen Frauen und Männern. Wenn Frauen ihre Kinder umbringen, hat es meistens ganz andere Motive als bei Männern. Bei Frauen haben wir ein Phänomen, das in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auftritt, meist auch mit Depressionen. Da möchte man die Kinder nicht zurücklassen, da möchte man ihnen das Leben hier auf der Erde ersparen, nachdem man es auch für sich selbst beendet hat. Bei Männern hat es meistens etwas damit zu tun, das man mit Rache erklären könnte: die Frau bestrafen, die Zurückgebliebenen bestrafen, ich nehme dir das weg, was dir am wichtigsten ist. Also von den Motiven her ist es unterschiedlich. [12]
Hans Werner Kihm
- linker Männeraufbruch
Den Männeraufruf hat Hans-Werner Kihm aus Goslar initiiert, er ist Mitglied im Wahlkampfteam der WASG Niedersachsen. Wir emanzipierten Männer wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung von Frauen im Beruf oder im privaten Leben. Wir wenden uns dagegen, dass Frauen oft gezwungen sind, trotz gleicher oder besserer Qualifikation, eine schlechter bezahlte Arbeitsstelle anzunehmen als männliche Mitbewerber. Trotz Antidiskriminierungsgesetz hat sich an der Praxis in den Betrieben nicht viel geändert. Wir Männer wenden uns entschieden gegen die immer noch weit verbreitete Gewalt von Männern gegen Frauen im häuslichen Bereich und fordern den Erhalt und Ausbau der Häuser für geschlagene Frauen. Wir rufen auf, nicht weg zu sehen, wenn Frauen und Kindern Gewalt angetan wird.
Arno Widmann
- "Berliner Zeitung"
Arno Widmann wurde 1946 geboren und studierte u. a. Philosophie in Frankfurt/Main. Er war Mitbegründer und Chefredakteur der "tageszeitung". Er leitete das Ressort "Meinung" bei der Berliner Zeitung und ist seit kurzem für die "Frankfurter Rundschau" tätig. Ein Alt-68er.
Alberto Alesina
- (Italien)
Idee der einseitigen Einkommenssteuersenkung für Frauen[13][14]
Andrea Ichino
- (Italien)
Idee der einseitigen Einkommensteuersenkung für Frauen[13][14]
Prof. Horst Hameister
- Oberarzt Humangenetik Universität Ulm
Sind Frauen intelligenter als Männer? Bei dieser Frage gab es in der Vergangenheit heiße Diskussionen. Nun wissen wir, laut Prof. Horst Hameister, wer intelligenter ist. Es sind die Frauen. Er behauptete, dies liege an den X-Chromosomen (jede Frau hat eins mehr als der Mann). Wenn beim weiblichen Geschlecht ein X-Chromosom defekt ist, kann dies ausgeglichen werden. Bei Männern geht das nicht, so der Professor. Das dumme Männer-Chromosom. Der Genetiker Horst Hameister über neue Erkenntnisse der Intelligenz-Forschung: Ohne die Frauen wäre die Menschheit nie so klug geworden.[15]
Romano Prodi
- ehemaliger Ministerpräsident Italiens
"die Frau ist dem Mann weit überlegen" (im Wahlkampf 2006)
Fritz Kuhn
Politisch entscheidend ist und bleibt für uns nicht, ob der Anteil von Frauen und Männern in der Mitgliedschaft eins zu eins wiedergespiegelt wird in den Gremien und Listen. Wir wollen die bestehenden Ungleichgewichte nicht widerkauen sondern ändern. Entscheidend ist vielmehr: Beide Geschlechter stellen nahezu die Hälfte in der Bevölkerung, aber auch heute sind sie noch nicht in politischen Ämtern und Funktionen annähernd gleich beteiligt. Auch nicht in der Wirtschaft oder anderen Führungsbereichen in anderen Organisationen und Bereichen. Und wir treten dafür ein, dass zu ändern und dies auch mit dem Mittel des Geschlechterproporzes über die Quotierung in unserer Partei, weil wir es da selbst direkt in der eigenen Hand haben.
Christopher Peter
- "Hamburger Morgenpost"
Jürgen Krabbe
- Gewaltberater
"Bei den bekannten körperlichen Gewalttaten in Beziehungen sind 95 Prozent der Täter Männer. Da ist eine gewisse Konzentration auf diese Gruppe wohl verständlich."[17]
Wolfgang Blau
- Chefredakteur "Zeit Online"
Mein und Alysas Traum ist, dass Deutschland das erste Land der Welt sein möge, das sich das Ziel auf die Fahne schreibt, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern wirklich zu verwirklichen. Es gibt noch kein Land dieser Erde, wo diese Gleichberechtigung besteht. Wir glauben, das könnte einen enormen Innovationsschub auslösen, wenn wir sagen, das ist Teil unserer Identität, das ist ein Versprechen, das wir an die Welt abgeben, dass Frauen in diesem Land ihre Träume verwirklichen können.
- Deutsch perfekt Ausgabe 03/2008
Andreas Dinges
- Handelsblatt; Vorstand DIS AG
surft auf der Welle der Gehaltsdiskriminierung, aber nicht nur: "Und dass eine strahlende Fassade nichts über die Realität in den Werkshallen und Büroetagen aussagt. Menschen sind nicht geduldig, aber realistisch. Sie haben das Gesetz gelesen, sie haben ihre Chancen eingeschätzt – und resigniert. Meinen wir denn wirklich, dass es bislang nur so wenige Beschwerden und – soweit bekannt – eine überschaubare Anzahl von Klagen wegen Diskriminierung gegeben hat, weil in den Betrieben alles in Ordnung ist? Ich glaube nein, sondern befürchte, dass wie bisher die innere der nach einer Beschwerde zu befürchtenden wirklichen Kündigung vorgezogen wird. Meinen wir denn wirklich, dass nach gründlicher Inspektion in allen Werkshallen und Werkstätten diskriminierende Fotos und Kalender entfernt wurden? Ich glaube nicht, wenn selbst in den von sensiblen Personalmanagern freigegebenen Anzeigen Altersbeschränkungen und Geschlechtsbezeichnungen immer noch an der Tagesordnung sind."
Andreas Lebert
- "Brigitte"
Frauen beklagen nicht umsonst, dass Männer wenig über Gefühle reden. Ich glaube, dass sie eben oft keine haben. Die Vermutung, hinter ihrem Schweigen verberge sich sehr viel Gefühl, ist leider falsch. Ich habe gelesen, dass 60 Prozent der deutschen Manager nur eine einzige Zeitschrift konsumieren: die "ADAC-Motorwelt". Frauen dagegen geben 1,2 Milliarden Euro für Frauenmagazine aus. Das ist richtig viel Geld.[18]
Dr. Josef Dürr
- Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
"Gewalt gegen Frauen und Kinder gehört bestraft und geächtet! Gewalt macht keine Männer, nur Schwächlinge schlagen."[17]
Christian Pfeiffer
- CDU
"Als Kriminloge wird man zum Feministen". "Wir schauen immer nur auf die Täterinnen und lassen völlig außer Betracht, dass die Frauen in diesen Stress, der für die Tat auslösend war, oft auch dadurch geraten sind, dass Männer sie im Stich gelassen haben", konstatiert der niedersächsische Kriminologe Dr. Christian Pfeiffer, der in einer Studie tausende Babymorde untersucht. Er fordert, Polizei und Gerichte sollten "aktiver ausloten, ob für die Väter auch rechtlich eine Mitverantwortung besteht".[19]
Anton Leitner
- Oberstudiendirektor Carl-Spitzweg-Gymnasium
"Ich finde Gewalt gegen Frauen, sei es in direkter oder in indirekter Form durch Benachteiligung, unannehmbar, weil die Frauen nicht nur als Mütter, sondern in allen Bereichen der Vergangenheit und Gegenwart unendlich viel für die Menschheit leisten und geleistet haben."[17]
Dr. Hans-Joachim Lutz
- Vorsitzender des Sozialdienstes Unterpfaffenhofen-Germering, e.V
"Die Gewalt gegen Frauen und Kinder ruft bei allen Bürgern nicht nur Ablehnung sondern vor allem Wut und Abscheu hervor. In den zahlreichen Statements, mit denen prominente männliche Bürger in den letzten Wochen öffentlich Stellung bezogen haben, ist genau diese Grundstimmung deutlich zu spüren. Dabei schwingt auch stets die Hoffnung mit, dass Gewalt möglichst bald kein Thema im menschlichen Zusammenleben mehr sein darf. Nur wenn sich alle Bürger gegen diesen Auswuchs männlichen Verhaltens wenden, ihn permanent ächten und selbst alles dafür tun, dass Gewalt an Frauen weder belächelt noch bewitzelt wird, schaffen wir es, dass Gewalt an Frauen und Kindern nicht nur punktuell kritisiert und abgelehnt wird, sondern dass sie durch das gesellschaftliche Klima unmöglich gemacht wird. Die Tatsache, dass sich diese Form der Gewalt in vielen Bereichen so hartnäckig halten kann, macht deutlich, dass der Kampf dagegen in erster Linie im Kopf geführt werden muss.[17]
Hartmut Krumm
- ehem. Vorsitzender der Stadtkapelle Germering
"Ich bin gegen Männergewalt an Frauen und Kindern, weil auch für die "Schwächsten" unserer Gesellschaft das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Menschenwürde gilt. Gewalt, insbesondere gegen Frauen und Kinder kann nicht akzeptiert werden und jeder ist aufgefordert, derartige Verstöße ohne Rücksicht auf die jeweilige Person anzuzeigen, weil eine Nichtanzeige nur den Täter schützt."[17]
Dr. med. Richard Sell
- Internist
"Gewalt gegen Schwächere, wie Frauen und Kinder, verstößt gegen die Würde der Betroffenen und damit gegen ein elementares Menschenrecht. Leider kommen die Folgen oft erst in der ärztlichen Praxis ans Tageslicht. Das Bewußtsein für dieses Problem muß in der Gesellschaft gefördert werden!"[17]
Heinz Nitsche
- Trainer und Vorstand der Abtlg. Ju-Jutsu und Karate SCUG
"Ich bin gegen Männergewalt an Frauen und Kindern, weil sie immer an Schwächeren ausgetragen wird. Mein Motto ist, "Schwächere" zu motivieren, nicht zu degradieren."[17]
Markus Hengstschläger
"Es stimmt schon irgendwie", kommentiert der Wiener Genetiker Markus Hengstschläger die einseitig apokalyptischen Thesen des an der englischen Oxford University arbeitenden Bryan Sykes: "Ohne das männliche Y-Chromosom gibt es menschliches Leben, ohne das weibliche X-Chromosom nicht." Und ganz generell: "Frauen haben eine viel bessere genetische Ausstattung als wir Männer. Wir Männer sind evolutiv betrachtet definitiv im Nachteil."[3]
Frank Arlandt
"Männer gegen Männergewalt" Es gibt andere Wege, diese Ohnmacht zu überwinden und es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, diese Wege auch einzuschlagen". "Es gibt keine Entschuldigung für Gewalthandeln", stellt Arlandt fest. Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster spielen dabei eine entscheidende Rolle, meint er: "Männer nehmen die eigenen Grenzen nicht wahr, und auch nicht die Grenzen von anderen. Auf 'unmännliche' Gefühle wie Hilflosigkeit, Angst oder Trauer reagieren viele mit Gewalt." Arlandts Beratung zielt daher auf die Entwicklung sozialer Kompetenz, auf die Fähigkeit, Grenzen zu akzeptieren und mit den eigenen Aggressionen vernünftig umzugehen.[20]
Ludwig Stiegler
Was halten Sie von weniger Einkommenssteuer für Frauen? Antwort LS: Leider nicht möglich, weil wir ein Gleichbehandlungsgesetz haben!
Thomas Gesterkamp
- freier Journalist und Fachbuchautor
Die Herausgeber Paul Hermann Gruner und Eckhard Kuhla verstehen sich nicht nur als Publizisten, sondern auch als Aktivisten: Sie fordern "das Ende des weiblichen Geschlechtermonologs" und eine "offensive Interessenvertretung der Männer". Sie planen öffentliche Veranstaltungen, möchten eine politische Debatte über die vermeintlichen "Kulturverlierer" anregen. Ein Teil ihrer Autoren treibt dabei im Fahrwasser fragwürdiger Männerrechtler, die von der "Machtergreifung der Frau" oder einem "neuen Tugendstaat" fabulieren und im Stil der rechtslastigen Wochenzeitung Junge Freiheit gegen "politische Korrektheit" Stimmung machen. [21]
Robert Dunker
Von 23 deutschen Medaillen in Vancouver gewannen die Frauen 13, darunter fünf goldene. Ohne ihre Kolleginnen wären die männlichen Starter ein ziemlich trostloser Haufen. Was sind die Gründe für die Erfolgswelle der Athletinnen in Schwarz-Rot-Gold? WELT ONLINE ging auf Spurensuche. Im Biathlon ist es wie so oft im Vergleich der Geschlechter. Die Frauen holen Medaillen, die Männer nur Blech. Die Riege der deutschen Gold-Mädels und der Schlaffi-Jungs ist bei den Olympischen Spielen in Vancouver und Whistler beliebig erweiterbar. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.[22]
Rainer Grünberg
- "Die WELT"
Von 23 deutschen Medaillen in Vancouver gewannen die Frauen 13, darunter fünf goldene. Ohne ihre Kolleginnen wären die männlichen Starter ein ziemlich trostloser Haufen. Was sind die Gründe für die Erfolgswelle der Athletinnen in Schwarz-Rot-Gold? WELT ONLINE ging auf Spurensuche.
Im Biathlon ist es wie so oft im Vergleich der Geschlechter. Die Frauen holen Medaillen, die Männer nur Blech. Die Riege der deutschen Gold-Mädels und der Schlaffi-Jungs ist bei den Olympischen Spielen in Vancouver und Whistler beliebig erweiterbar. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.[22]
Michail Gorbatschow
- (Russland)
"Es ist längst an der Zeit für einen eigenen Welt-Frauenpreis. Frauen haben sich mehr um unsere Welt verdient gemacht als Männer. Wir wollen von nun an jährlich auch Frauen ehren, die unsere Welt zum Besseren verändert haben."[23]
Roger Köppel
- "Die Welt"
Hamburg (dpa) - Glanzlichter bei der "Goldenen Feder": Die Verleihung des Medienpreises aus dem Hamburger Bauer-Verlag hat auch in diesem Jahr mit sprachlichen und musikalischen Höhepunkten aufgewartet. Der seit 40 Jahren für die Emanzipation der Frau streitenden Alice Schwarzer gab der designierte Chefredakteur der Berliner Tageszeitung "Die Welt", Roger Köppel, in seiner Laudatio einen wertvollen Tipp: Er habe in einem Münchner Flughafenkiosk nach der "Emma" gesucht und sie erst nach sieben Minuten im Regal Mode/Accessoires/Frisuren, über einem Hardcore-Schwulenmagazin, entdeckt. "Jetzt müssen Sie nur noch für eine bessere Kioskplatzierung kämpfen", empfahl Köppel der 61- Jährigen. Er gestand ein, ein "stiller Bewunderer, heimlicher Fan" von Schwarzer zu sein: "Sie haben einen Urinstinkt für die Aufdeckung der Schwachstellen des Gegners." Mit seiner Rede habe er die These bestätigt, dass Männer auch nur Menschen sind, konterte die Frauenrechtlerin.[24]
Stephen Biddulph
- Soziologe
"Warum Jungen zur Überheblichkeit neigen und was man dagegen tun kann Möglicherweise bringen Jungen von Natur aus ein gewisses Maß an Überheblichkeit mit. Bis vor kurzem noch wuchsen viele Jungen in der Meinung auf, Frauen seien nur dazu da, sie zu bedienen. In manchen Kulturen werden sie bis heute wie kleine Götter behandelt. In der heutigen Welt führt diese Einstellung dazu, dass Jungen sich mitunter so unausstehlich verhalten, dass niemand etwas mit ihnen zu tun haben will. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Jungen Bescheidenheit und Rücksichtnahme beizubringen. Dies ist am besten zu erreichen, wenn man von ihnen verlangt, Entschuldigungen auszusprechen oder tätig Abbitte zu leisten, wenn man sie dazu anhält, anderen zu helfen und sich stets rücksichtsvoll zu verhalten. Kinder müssen ihren Platz in der Welt kennen lernen, ansonsten wird ihnen die Welt höchstwahrscheinlich eine harte Lektion erteilen. [...]"[25]
Gregor Gysi
"Unser Frauensenator Gysi sagte, er beneide Frauen um ihre Gebärfähigkeit. Besser er würde erklären, er verabscheue Männer wegen ihrer Gewalttätigkeit." Regina Michalik, Sprecherin des Landesvorstandes Bündnis 90/Die Grünen Berlin auf der Pressekonferenz zur Präsentation der Grünen Karte Nr. 3 am 22.4.02[26]
Luigi Colani
- Designer
"In meinem Team sind immer die Hälfte Frauen und die Hälfte Männer. Wie sich das gehört. So ist die Welt geschaffen. Diese Parität habe ich immer aufrechterhalten. Ich halte sehr viel von Frauen. Sie sind von der Genetik her wesentlich besser ausgerüstet, um Konzerne zu führen, als Männer."
Frage: Sind Frauen den Männern überlegen?
Colani: "Eindeutig. Männer setzen schon mal Milliarden in den Sand und begehen Kurzschlusshandlungen. Das würden Frauen nicht tun."[27]
Prof. Ulrich Vultejus
Der ehemalige deutsche Richter Prof. Vultejus äußerte in der "Zeitschrift für Rechtspflege", Ausgabe 3/08 vom 11-4-2008, daß er, wie andere Richter auch, in seinen Urteilen den Täterinnen einen "Frauenrabatt" gewährt habe.
"Theoretisch müssen Männer und Frauen bei gleichen Taten auch gleich bestraft werden. Rechtssoziologen wollen herausgefunden haben, dass Frauen etwas milder bestraft werden. Ich bin in Strafverfahren gegen Frauen immer wieder in Schwierigkeiten geraten und habe mich deshalb jeweils gefragt, welche Strafe würde ich gegen einen Mann bei derselben Anklage verhängen und auf diese Strafe alsdann abzüglich eines 'Frauenrabatts' erkannt. Ähnlich scheinen es auch meine Kollegen zu handhaben, wie die eben wiedergegebene rechtssoziologische Untersuchung ergibt. Ein Frauenrabatt ist gerechtfertigt, weil es Frauen im Leben schwerer haben und Strafen deshalb bei ihnen härter wirken."
Dieter Meier
- Sänger, Filmemacher, Unternehmer und Farmer in Argentinien
"Das Prinzip Mann macht die Weltgeschichte zur Tragödie. Die Unfähigkeit, zu gebären, liess eine Jahrtausende lange Blutspur der Aggression zurück. Solange Männer nicht von Frauen lernen, dreht sich der Planet unter Newborn Christian Machos vom Schlage Bushs dem sicheren Untergang entgegen"[28]
Ralf A. Hamacher
- 76 (Reitsport, Bad Münstereifel, mobil 0172-2545684), ralfhamcher@t-online.de
"Frauen erobern zunehmend männliche Positionen, das ist gut so! Hoffentlich bleiben ihnen aber einige Domänen ewig verschlossen, die bislang ausschliesslich von Männern besetzt waren, wie zum Beispiel Volksverhetzer, Hassprediger, Inquisitoren, Henker, Vergewaltiger, Lustmörder, Kinderschänder oder Massenmörder. Warum finden wir in der Geschichte unserer Welt in diesen Rollen fast ausschliesslich nur Männer? Kommen die Kerle mit ihren Aggressionen und ihrer Sexualität – die für die Entwicklung unserer Spezies wohl notwendig waren, aber heute in dieser Intensität nur noch zerstören – nicht mehr zurecht? Könnte man diese Energien drosseln bzw. umlenken? Das wäre doch mal eine lohnende Forschungsaufgabe"[29]
Günther Nolting
will über ein soziales Pflichtjahr für Frauen "erst nachdenken wenn der erste Mann das erste Kind bekommen hat"
Hans-Ulrich Klose
- SPD
"ich finde, wenn man von den Realitäten ausgeht, sind Frauen nach allem, was wir wissen, immer noch stärker belastet als Männer, sie sind nämlich unverändert ... doppelt belastet, Frauen machen die Kindererziehung, sie machen die Familienarbeit, und sie machen das, wenn sie berufstätig sind, auch noch nebenbei. ... Oder wenn man so etwas anguckt wie die Pflege von Älteren: Wer macht denn das? Das sind die Frauen. Frauen sind bei uns also ohnehin schon stärker belastet. Und wenn ich deshalb sage, Wehrpflicht betrifft nur die Männer, finde ich das sehr angemessen. Damit habe ich überhaupt kein Gerechtigkeitsproblem."[30]
Walter Kolbow
- SPD
"Frauen sind in der Berufswelt immer noch benachteiligt, deshalb keine Wehrpflicht für Frauen."
Christoph Böhr
- CDU
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Christoph Böhr, begrüßt die Diskussion über ein verpflichtendes soziales Jahr als Ersatz für Wehr- und Zivildienst. Er spricht sich jedoch entschieden dagegen aus, Männer und Frauen gleichermaßen für dieses Pflichtjahr heranzuziehen. Christoph Böhr: "Mit gutem Grund werden nur Männer für den Wehrdienst herangezogen. Frauen leisten ihren Dienst an der Gesellschaft. Geburten- und Erziehungszeiten bedeuten für sie nach wie vor erhebliche Nachteile vor allem auf dem Arbeitsmarkt.
Ulrich Greiner
- "Die Zeit"
"Es ist wahr, und Iris Radisch hat Recht: An der neuesten Demografiedebatte ist etwas faul. Die Gründe, die sie in ihrem Essay 'Der Preis des Glücks' (ZEIT Nr. 12/06) nennt, sind einleuchtend. Keine Frau wird ihre Entscheidung für oder gegen ein Kind von der Lage der Rentenversicherung und vom Blick auf die Alterspyramide abhängig machen. Auch orientiert sie sich, davon bin ich überzeugt, nicht an der Höhe der Freibeträge und an der Ausstattung des Landes mit Kindergärten und Ganztagsschulen. Und ich kann gut verstehen, dass sich die Kollegin Radisch über die Bigotterie empört, mit der eine scheinerregte Öffentlichkeit das Problem des Kindermangels einfach auf die jungen Frauen ablädt, während es doch in Wahrheit alle angeht.
Nun hat aber Iris Radisch die eigentlich Schuldigen ausgemacht, nämlich die Männer. Sie spricht von 'den Herren, um die sich die Welt ja ohnehin überall dreht', und wirft ihnen vor, sich im entscheidenden Augenblick aus dem Staub zu machen. Ich weiß nicht, ob das die Regel ist, aber ich gebe zu, dass es nicht selten vorkommt, und das ist zweifellos zu oft. Da ich nun ein Mann bin, was ich weder beklage noch begrüße, muss ich auf eine Tatsache hinweisen, die mir fundamental erscheint. Und ich wundere mich immer mehr, dass sich gerade die Frauen dieser Tatsache kaum mehr bewusst sind.
Ich spreche ganz simpel von der Gebärfähigkeit. Nach einem langen und mühsamen Kampf um Gleichstellung und Gleichberechtigung haben die Frauen es geschafft, jene Areale zu erobern, die bis dato den Männern vorbehalten waren. Sie können inzwischen ebenso gut schießen und rechnen, ebenso gut regieren und kujonieren wie die Männer. Ihnen gehören große Felder des Erziehungswesens, der Sozialpolitik und der Kultur. Frauen sehen inzwischen ebenso aus wie Männer, sie tragen Hosen und kurze Haare, sie kennen ordinäre Witze und die subtilen Tricks der Karriereplanung. Zwar verdienen sie meist etwas weniger als die Männer, zwar können sie noch nicht ganz so schnell laufen, aber das wird sich ändern.
Was sich aber nicht ändern wird: Männer können keine Kinder kriegen. Die Märchen, die Mythen der Völker und die Werke der Weltliteratur erzählen immer wieder von der einen und großen Kränkung des Mannes: dass er alles kann – aber keine Kinder kriegen. Deswegen hat der Mann die Frau immer umworben, ihre Schönheit besungen, ihren Leib gepriesen. Deswegen hat er sie in Schach gehalten, mit Schleiern verhüllt, in der Kemenate oder im Harem versteckt. In den alten Zeiten war eine gebärfähige Frau das größte denkbare politische wie emotionale Kapital. Schon immer hat der Mann alles unternommen, um diesen von der Natur eingerichteten ungeheuren Vorsprung der Frau wettzumachen. Die Furcht, die ihn dabei umtrieb, ist im Vokabular des römischen Rechts aufbewahrt: Pater semper incertus – den Vater weiß man nie genau. [31]
Gerhard Schick
- MdB
"Genderpolitik ist Querschnittsaufgabe: Als Wirtschafts- und Finanzpolitiker setze ich mich deshalb u.a. für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten, für ein Steuerrecht, das auch für Frauen passt, und für Diskriminierungsfreiheit bei Versicherungen ein." [32]
Malte Spitz,
- Mitglied des Bundesvorstandes der Grünen
"Trotz weiblicher Kanzlerin - wenn die ChristdemokratInnen mit der "Herdprämie" immer noch Politik machen können, ist klar, dass wir in Sachen Gleichstellung noch lange nicht am Ziel angekommen sind. Erst wenn sowohl die beruflichen Chancen, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, Entlohnungen und Anerkennungsformen als auch die häuslichen Pflichten den Geschlechtern gleichermaßen zuteil werden, haben wir Gleichstellung erreicht. Das bedeutet aber auch, erst wenn auch alle Männer Gleichstellung als ihre selbstverständliche Pflicht verstehen, können wir dieses Ziel erreichen."
Volker Beck
- MdB
"Gleichstellung von Männern und Frauen bedeutet für mich, dass die gut ausgebildeten Frauen endlich auch die ihrer Ausbildung entsprechenden Führungspositionen bekommen. Dass das ohne gesetzliche Vorgaben geht, glaube ich nicht. Wir Schwule haben dem Kampf der Frauen für gleiche Rechte viel zu verdanken. Wir sind die Kriegsgewinnler des Geschlechterkampfes. Gleichstellung der Geschlechter und Zurückdrängen von klassischen Rollenbildern sind Voraussetzung für die Emanzipation und Freiheit für Lesben und Schwule."
Christoph Erdmenger,
- Landesvorsitzender Grüne Sachsen-Anhalt
"Es gibt in Deutschland genau ein erfolgreiches praktisches Gleichstellungskonzept: unser Grünes. Nur die Quote schafft die Wende." Sepp Dürr, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag "Frauen in Führungspositionen - das ist einfach modern und das brauchen wir viel mehr. So klingt es in meinen Ohren als das beste Kompliment an Leitungspersonal, wenn jemand ein weiblicher Führungsstil nachgesagt wird."
Hans-Josef Fell
- MdB der Grünen
"Frauen brauchen Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Ich erlebe eine von Männern dominierte Energiewelt. Mehr Frauen in Energiepolitik und Energiewirtschaft würden sicherlich mehr Klimaschutz und gerechte Teilhabe bringen."
Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf
- MdEP der Grünen
"Gleichstellung - keine Frage für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), meine agrarpolitische Heimat. Es gibt jeweils eine Vorsitzende und einen Vorsitzenden - selbstverständlich gleichberechtigt."
Winfried Kretschmann
- Fraktionsvorsitzender der Grünen im Baden-Württembergischen Landtag
"Solange die Entscheidung Volker Ratzmanns, zugunsten seines Kindes auf den Bundesvorsitz zu verzichten, noch als aufsehenerregend gilt, solange wir nicht zum Schluss kommen, den Bundesfrauenrat wegen mangelnder Arbeit feierlich aufzulösen, werden wir noch lange zäh und beharrlich weiterkämpfen müssen für die Gleichstellung von Frauen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft."
Karl-Martin Hentschel
- Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen im Schleswig- Holsteinischen Landtag
"Nach der politischen Gleichstellung geht es jetzt um die ökonomische Gleichstellung. Wir müssen die Weichen für die Familien und die Firmen so stellen, dass Gleichstellung lohnend wird! Dafür müssen wir strampeln!"
Arndt Klocke
- Landesvorsitzender Grüne NRW
"Von grünen Frauen lernen heißt siegen lernen. Die Hälfte der Macht gehört den Frauen - und das ist gut so!"
Michael J. Weichert,
- stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen im Sächsischen Landtag
"Geschlechtergerechtigkeit ist Grundlage und Kernziel zugleich unserer Partei, denn eine höhere Teilhabe von Frauen in sämtlichen Bereichen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sorgt für mehr wirtschaftliche Dynamik, sowie Stabilität in den sozialen Sicherungssystemen. Daher ist die Unterstützung der Gleichberechtigung von Frauen elementar für unsere Politik und für die Zukunft Deutschlands. Die grüne Bundesfrauenkonferenz leistet hierbei einen wichtigen Beitrag zur Diskussion und Aufklärung bezüglich der Problematik Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Frauen werden in der Arbeitswelt der Wissensgesellschaft wegen ihrer höheren Sozialkompetenz und Teamfähigkeit die Führungsrolle übernehmen!"
Nils Wiechmann,
- Landesvorstandssprecher Grüne Rheinland-Pfalz
"Grüne Politik steht für Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen. Weil Frauen noch immer häufiger von Erwerbslosigkeit und Armut betroffen sind als Männer und die Einkommen von Frauen weit unter denen der "klassischen Männerberufe" liegen, setzen wir uns ein für aktive Maßnahmen zur Durchsetzung einer wirklich gleichberechtigten Teilhabe von Frauen."
Christian Kortmann
- SZ
Zur tagtäglichen Verarsche und Abwertung von Männern in der Werbung fallen einem gewissen Christian Kortman in der SZ so weise und verständnisvolle Sätze ein wie "..Die Frauen haben historisch gesehen also einiges gut, unter anderem das Recht, die Männer satirisch härter anzugreifen als umgekehrt."[33]
Michael Spindelegger
- (ÖVP, Österreich)
"Frauen und Mädchen sind die Hauptleidtragenden in bewaffneten Konflikten, ob im Ostkongo oder Darfur. Deshalb fordert Österreich im UNO-Sicherheitsrat den Schutz der Zivilbevölkerung systematisch in alle Mandate von internationalen Friedensmissionen aufzunehmen", so der Außenminister weiter."
Wien, 6. März 2009 – "Armut ist oft weiblich. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist daher der Fokus auf Gleichberechtigung enorm wichtig", so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März.[34]
Rolf Pohl
Der Privatdozent Dr.phil Rolf Pohl lehrt am Sozialpsychologischen Institut der Leibniz-Universität Hannover. Ein für das Sommer-Semester 2009 angekündigtes Seminar trägt den bezeichnenden Titel: Männlichkeit als kulturelles und psychosoziales Konstrukt.
Zu seinem Buch Feindbild Frau - Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen gibt der Offizin-Verlag u.a. folgende Inhaltsangaben : Sexuelle Gewalt ist männlich. Täglich konfrontieren uns die Medien mit Berichten über "normale" sexuelle Belästigungen, Vergewaltigungen oder gar Sexualmorde. Was sind die tieferen Ursachen für dieses Verhalten? Rolf Pohl kommt zu der Erkenntnis, daß diesen Gewaltformen eine ambivalente bis feindselige Einstellung zu Frauen zugrunde liegt, die als Tendenz bei fast allen Männern nachweisbar ist. Weiblichkeit wird von Männern unbewußt als Bedrohung erlebt und deshalb abgewehrt.
[...]
Die typisch männliche Gewaltbereitschaft entspringt einer aus Lust, Angst, Neid, Wut und Hass bestimmten unbewußten Einstellung zur Weiblichkeit.[35]
Und woran erkennt man die Hegemonie?
Die australische Soziologin Raewyn Connell weist drei Bereiche aus: Wer dominiert in der Wirtschaft? Wer dominiert in der Politik? Und wer dominiert in den emotionalen Beziehungen? Wer bekommt Aufmerksamkeit, Geld oder Zuwendung, und welches Geschlecht wird eher diskriminiert? Besonders in den privaten Beziehungen gibt es eine sehr starke Ausprägung männlicher Vorherrschaft.
In den privaten Beziehungen? Das würden viele Paare von sich weisen. Natürlich versuchen viele Männer, die Idee der Gleichberechtigung zu leben. Aber zum einen hat derjenige mehr Macht, der Zugang zu Geld hat. Zum anderen findet vieles unbewusst statt. Sexismus wird oft verlagert, in Witzchen etwa. Freud würde sagen: Ein offiziell tabuisiertes Thema - Frauenverachtung - taucht als Witz wieder auf. Wenn man darüber lacht, schadet man Frauen nicht direkt und gilt deshalb nicht als Sexist. Männer generieren auch Macht in ihrer Beziehung, indem sie Aufmerksamkeit verweigern, hinhalten, Aufgaben vergessen, Bedürfnisse ihrer Partnerin ignorieren
Aber die Abgrenzung muss doch nicht zwangsläufig negativ ausfallen. Sie tut es aber. Wenn man die Gruppe der Männer höher bewertet als die der Frauen, kann man jenseits der Hierarchiekämpfe eine Gruppenidentität herstellen. Deshalb kommt es in reinen Männerrunden manchmal zu Verbrüderungsszenen, in denen Frauen sexualisiert und als minderwertig markiert werden. Etwa beim gemeinsamen Puffbesuch: Frauen haben dort Männer zu bedienen und Männer können ihre heterosexuelle Potenz vor den anderen demonstrieren. Diese gemeinsamen Erfahrungen zur Stabilisierung einer männlichen Gruppenidentität auf Kosten abgewerteter Frauen ist ein Beispiel für das, was nach Connell als "patriarchale Dividende" bezeichnet
Kurt Beck
- SPD
Berlin/dpa. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat die Einführung einer sozialen Dienstpflicht für alle jungen Männer vorgeschlagen. In der "Berliner Zeitung" (Freitag) begründete er das mit der mangelnden Wehrgerechtigkeit. Derzeit wird lediglich jeder dritte junge Mann zur Bundeswehr einberufen, auch am Zivildienst kommen viele vorbei.
"Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Anhänger der Wehrpflicht", sagte Beck. "Aus Gründen der Dienstgerechtigkeit sollten wir nun über einen sozialen Pflichtdienst für alle jungen Männer nachdenken." Bedarf in der Gesellschaft gebe es genug, beispielsweise in der Behindertenbetreuung, der Pflege, aber auch im Umweltschutz. Beck machte klar, dass die soziale Dienstpflicht nur für Männer gelten solle: "Junge Frauen nehme ich aus. Sie haben später oft berufliche Nachteile, wenn sie sich für ein Kind entscheiden."[36]
Prof. Fritz Breithaupt,
- lehrte Germanistik in Hamburg, Mannheim und an der FU Berlin und arbeitet nun an der Indiana University in Bloomington, USA.
Neulich bin ich beim Korrigieren der Klausuren eingenickt. In meiner REM-Phase war ich Prof im Jahr 2099. Die Studenten, so träumte ich, beamen sich per E-Projektionen in den absurdesten Formen in den Kurs. Batgirl, ein Delfin und die Hexe Lizizytin schweben im Raum, dass mir ganz schwindlig wird. Wie soll ich so unterrichten? Jetzt sehe ich ein Touchpad vor mir. "Testmodus", leuchtet in grünen Buchstaben darunter. Ich streiche mit dem Finger über das Feld. Die Aliasse verschwinden, und ich sehe die Studenten vor mir, schummelsicher im Original. Was sage ich? Studenten? Studentinnen.
Der ganze Raum ist voller Mädchen! Wunderbar! "Wo sind denn die Jungs geblieben?" Frage ich. Bin ich an einer Frauen-Uni gelandet? "Du kommst wohl vom Uranus, Prof" ruft eine Studentin zurück. "So ähnlich" sage ich. "Die Jungs sind am Siq gescheitert". "Siq?" frage ich zurück. "Ist das ein Gesundheitstest?" "Sozialintelligenzquotient. Ist Voraussetzung, um zu studieren."
Ich wache auf, den Kopf auf dem Stapel der Essays. Sofort durchforste ich das Namensregister meiner Kurse. Puh, da gibt’s noch Männer! Doch der Trend geht in Richtung Frau. Frauen sind besser qualifiziert und bessere Teamspieler, an meiner Uni stellen sie schon 60 Prozent der Absolventen. Der Eigenbrötler Mann bleibt im Wii-Alter stecken und schafft den Sprung an die Uni des 21. Jahrhunderts nicht. Ich merke es in meinen Kursen: die Frauen hören besser zu und reagieren auf die Ideen der anderen. Die Männer stehen auf steile Thesen, halten stur an ihrer Meinung fest – und riskieren dabei intellektuelle Bauchplatscher.
Trotzdem sind wenige Profs Frauen; selbst bei ZEIT CAMPUS schreibt ein Mann die Prof-Kolumne. Was läuft schief? Dazu eine Studie: Zwei Testgruppen von Profs wurde je ein Stapel von Lebensläufen zur Bewertung vorgelegt. Beide Stapel waren gleich – mit einer Ausnahme: Die männlichen und weiblichen Vornamen waren ausgetauscht. Das Ergebenis: Die Besten und Schlechtesten wurden unabhängig vom Vornamen ähnlich bewertet. Im Mittelfeld aber wurden die vermeintlichen Männer über die Frauen gesetzt. Diskriminierung ist eine leise Praxis.
Kann diese Studie nun erklären, warum wir so wenige Professorinnen haben? Nein, denn die Besten setzen sich ja durch (lesen Sie mit, Frau Gleichstellungsbeauftragte?). Mir als Mann ist alles klar: Die Frauen sind schlicht zu schlau dazu, an der Uni zu bleiben. Ich bin gerettet. Das lernen wir Männer ja am liebsten von der Zukunft: das alles bleiben kann, wie es ist.[37]
Wolfgang Sielaff
- Kriminalist
'...Der Weisse Ring Hamburg hat im vergangenen Jahr 1284 Opfern von Kriminalität geholfen. Die rund 80 ehrenamtlichen Helfer haben dafür 13 000 Stunden ihrer privaten Zeit aufgewendet. "Knapp drei Viertel der betreuten Kriminalitätsopfer waren Frauen oder Mädchen", sagte Wolfgang Sielaff, Vorsitzender der Opferschutzorganisation in Hamburg. "Das untermauert die bittere Erkenntnis, dass das Opfer von Gewalt in unserer Gesellschaft meistens weiblich ist." ...'[38]
Laut Kriminalstatistik sind zwei Drittel aller Gewaltopfer männlich. In Deutschland erleiden 430 000 Männer pro Jahr bei einer registrierten Straftat Gewalt. Besonders betroffen sind Jugendliche. Einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Hannover zufolge sind 1997 etwa in der Altergruppe der 14- bis 18jährigen Jungen 3,7 mal häufiger Opfer von Gewalt geworden als Mädchen.
Karl Grammer
- Anthropologe
Die gute Nachricht ist: Der Mann ist ein Auslaufmodell, seine Tage sind gezählt. "Eigentlich", sagt Grammer, "sind Männer überflüssig. Auch für die moderne Reproduktion brauchen Sie keine Männer mehr." Frauen sind besser in der Schule, arbeiten härter im Job, halten Schmerz besser aus als männliche Weicheier, da macht es nur Sinn, dass sie auch die Paarprobleme ganz allein lösen. Grammer guckt dabei kein bisschen traurig ob seines drohenden Schicksals[39]
Hermann Droske
"Die Wirtschaftskrise ist vor allem eine Krise der Männer. Im Ernst: Wäre Frauen der ganze Mist passiert?"[40]
Christopher Lee
- Schauspieler
"Es war die Nacht der starken Frauen. Aber die Weisheit des Galaabends kam von einem Mann, Hollywood-Legende Christopher Lee: 'Frauen sind viel mutiger als Männer. Ohne sie wären wir schon längst ausgestorben.' Und weiblicher Mut wurde beim Women's World Award in Wien mit einem Courage-Oscar belohnt. Popstar Anastacia wurde für ihren erfolgreichen Kampf gegen Brustkrebs ausgezeichnet. Offen hatte sie über ihre Krankheit gesprochen, um anderen betroffenen Frauen Mut zu machen."
- die Bunte
Ernst Rietschel
- Chemiker
"Am vehementesten pro verbindliche Frauenquoten tritt der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft (WGL), Ernst Rietschel, ein. "Winnacker hat völlig recht. Wir müssen radikal solange Quoten verlangen, bis ein Ausgleich erreicht ist – bis hin zu 50:50. Andere können das", sagte der Chemiker. "Wir haben keine Zeit und ohne massive, unpopuläre Eingriffe schaffen wir das nicht, denn Männer hatten 2000 Jahre Zeit, ihre Plätze zu erobern." Zur WGL gehören 84 Institute mit 1 000 Beschäftigten."
- Handelsblatt
Der scheidende DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker hatte gesagt: "Wenn wir nicht 40 Prozent unseres intellektuellen Potenzials vor der Tür lassen wollen, helfen nur noch Quoten".[41]
Hans Lainer
- (Pseudowissenschaftlicher Text über das Matriarchat) [42]
Jerzy Montag
- rechtspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion
"Wir brauchen eine Geschlechterquote und Regelungen zur Frauenförderung bei den Bundesgerichten." [43]
Peter Rudolph
- Christlicher Gewerkschaftsbund, Männergarten Bremen
"Bremen (ddp-nrd). Von ihren Gatten gestresste Ehefrauen können diese heute in Bremen erstmals in einem «Männergarten» abgeben…. wie der Christliche Gewerkschaftsbund (CGB) mitteilte. Die Frauen könnten ihren Liebsten im «Männergarten» lassen, um dann in aller Ruhe Shoppen zu gehen. Natürlich sei auch für die «artgerechte Betreuung» der Männer gesorgt...
Jack Holland
- Autor und Journalist, (IRL)
Warum, glaubst Du, gibt es nicht auch einen vergleichbaren Hass auf Männer bei Frauen? Er sagte: Das ist doch klar: Ihr gebt uns Leben, ihr bringt uns in die Welt. Wie könntet ihr eure eigenen Kinder hassen?" Ohne Frauen kein Leben. Ohne Frauen keine Männer. Für Jack Holland beginnt der Frauenhass mit dieser Abhängigkeit. Und er hat viele Gesichter. Es sind von Anbeginn die Religionen, die die Rechte der Frauen einschränken. Und in ihrem Namen wird Millionen Frauen ihre Sexualität geraubt. Doch warum, das kann auch Holland nicht erklären. Vielleicht weil die Männer ihrem eigenen Begehren nicht entfliehen können? Für Jack Holland ist dies eine Frage der Erziehung.
Ulf Poschardt
- Redakteur, Die WELT
"Auch wenn Assauer mit 65 Jahren älter ist, als er aussehen will, dürfte er Simone Thomalla zumindest körperlich überlegen sein. Wenn Männer ihre physische Überlegenheit vergessen und gegen das nur hier schwächere Geschlecht wenden, ist dies beschämend. Die Enttabuisierung von Gewalt in Ehen und Beziehungen gehört zu den großen Errungenschaften des späten 20. Jahrhunderts. Auch wenn die Erotik der Gewalt bei Assauer & Thomalla mit einem Hinweis auf den gemeinsamen Gang ins Hotel ins Spiel gebracht wird, sollte die Gesellschaft bei ihrer erkämpften Null-Toleranz bleiben."[45]
Martin Klingst
- Journalist "Die ZEIT"
Die Justizministerin hat Recht: Heimliche Vaterschaftstests müssen verboten werden. Auch die Familie ist kein rechtsfreier Raum. Welch eine kuriose Vorstellung: Ein verheirateter Vater zweifelt, ob sein Sohn tatsächlich von ihm abstammt. Deshalb entwendet er ihm heimlich ein Haar und schickt es mit seinem eigenen Haar zum Gentest. Bald darauf kommt die erlösende Nachricht: Er ist der leibliche Vater. Und simsalabim bambasaladu saladim – vorbei die Angst vorm Kuckuckskind. Vertrauen zur Mutter zurückgewonnen. Familienfrieden ungefährdet, da niemand außer dem Vater je etwas von der Erschütterung geahnt hat... Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute in ungetrübter Eintracht. So einfach ist das Leben leider nur in Märchen oder Kinderliedern – und nicht einmal da. Doch die Gegner des geplanten Verbots heimlicher Gentests wollen uns glauben machen: Die Geheimhaltung dieser Tests schütze Ehe und Familie. Hingegen wirke der Zwang, die Probe offen vorzunehmen und den väterlichen Zweifel damit familienöffentlich zu machen, zerstörerisch, Sigmund Freud hätte seine Freude. Worum geht es eigentlich? Darum, dass die heimliche Entnahme und Prüfung des Kindeshaars ein Verstoß gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist – und zwar gegen das Grundrecht des Kindes, dessen Haar die Gen-Informationen enthält. Und gegen das Grundrecht der unwissenden Mutter. Daraus folgt: Genetische Untersuchungen dürfen nur mit Einwilligung der Betroffenen – oder im Fall des Kindes ihrer gesetzlichen Vertreter – stattfinden. Damit kommen wir zum Kern des Vorhabens von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Sie will ganz grundsätzlich unter Androhung von Strafe verbieten, dass genetisches Material ohne Wissen und Wollen der Spender im Labor geprüft wird und die Ergebnisse gespeichert werden können. Dafür gebührt Zypries Unterstützung, denn schließlich geht es um den Schutz eines wichtigen Grundrechts. Pech nur, dass unter dieses Verbot auch heimliche Vaterschaftstests fallen und deshalb, siehe oben, angeblich der Familienfriede wackelt. Doch seit wann ist die Familie ein rechtsfreier Raum? Eine Ehefrau darf nicht geschlagen werden, denn sie hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Sie hat ebenso ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Der Ehemann selbstverständlich auch. Grundsätzlich gilt: Der Vater darf einen privaten Gentest in Auftrag geben, solange er einverständlich erfolgt. Verweigert seine Frau ihre Einwilligung, steht ihm die Vaterschaftsklage offen. Sie soll erleichtert werden. Wo also ist das Problem? Zumal der heimliche Test nur geahndet wird, wenn die Frau einen Strafantrag stellt. Eine kleine Gewissensfrage zum Schluss: Verletzt ein Vater, der sich aus dem Staub macht, nachdem er herausgefunden hat, dass er gar nicht der leibliche Vater ist, eigentlich das Kindeswohl?[46]
Barry Sheerman
- Politiker der British Labour Party, MP
Women are brighter than men[47]
Philipp Mißfelder
- Vorsitzender JU
"Wir setzen uns dafür ein, die Wehrpflicht zu einer allgemeinen Dienstpflicht für Männer weiterzuentwickeln." [48]
Jochen Müter
- ntv Der Nachrichtensender
"Vielleicht ist es aber auch gut, dass alles so gekommen ist. Im Gegensatz zu Matschie und Ramelow verspricht eine weibliche Führung halbwegs sachliche Politik. Dieses testosteron-geschwängerte Hin und Her, diese egomane Rambo-Politik, diese unwürdige Intoleranz ist den Thüringern schließlich nicht zu wünschen. Vor allem Matschie hat in den letzten Wochen kein Reifezeugnis erworben – dieses ist für das Amt des Ministerpräsidenten jedoch zwingende Voraussetzung."[49]
Robert Wiesner
- ORF – Österreichischer Rotfunk- Sendungsverantwortlicher ORF 1 Report
aus einer Mail an den Forenteilnehmer Tom anlässlich einer Reportage über die weiterhin benachteiligte Frau
Sehr geehrter Herr ***,
der Beitrag befasste sich mit dem Umstand, dass sich immer mehr Männer diskriminiert fühlen und deshalb Beschwerden bei der Gleichbehandlungskommission oder sogar beim Verfassungsgerichtshof einbringen.
Ich respektiere, dass Sie sich offenbar benachteiligt fühlen, doch viele Fakten zeigen, dass in der Gesellschaft insgesamt Frauen noch längst nicht gleichgestellt sind.
Mit besten Grüßen
Robert Wiesner
Robert.wiesner@orf.at
Matthew Arnold
- Erster lila Pudel der Geschichte
Sollte jemals eine Zeit anbrechen, in der sich Frauen ausschliesslich zum Wohl der Menschheit vereinen, wird daraus eine Macht enstehen, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat. Das steht als erstes in dem Buch "Das starke Geschlecht" zu lesen.[50]
- Eintrag Matthew Arnold auf Wikipedia
Josep Borrell
- Spanien, ehemaliger Präsident des europäischen Parlament
Strassburg (AP) Zum Weltfrauentag hat der Präsident des Europäischen Parlaments, Josep Borrell, alle Männer zu einer Änderung ihrer Einstellung aufgerufen. Nur so könne eine Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden, sagte Borrell am Dienstag vor dem EU-Parlament in Strassburg. Insbesondere rief er die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dazu auf, Frauen in ihren jeweiligen Ländern dasselbe Einkommen wie Männern zu garantieren und sich auch sonst darum zu bemühen, ihnen das Leben zu erleichtern. Einer EU-Studie zufolge haben Frauen zwar in puncto Bildungs- und Beschäftigungschancen aufgeholt, doch verdienen Männer in den 25 EU-Staaten im Durchschnitt immer noch 15 Prozent mehr als Frauen. Auch der für Arbeit und Soziales zuständige EU-Kommissar Vladimir Spidla betonte, dass diese Lücke unbedingt geschlossen werden müsse. Borrell sprach sich dafür aus, ein europaweites Institut für Frauenfragen zu gründen. Ferner müssten die Mitgliedstaaten härtere Strafen für Gewalttaten gegen Frauen verhängen.[51][52]
Dietmar Muscheid
- DGB-Landeschef
"...bezeichnete die "Hartz IV"- Reformen als Rückschritt in Sachen Gleichberechtigung. Jede Ehefrau eines Arbeitslosen könne künftig zur Arbeit gezwungen werden. Muscheid ist der Ansicht, dass Frauen damit unverschuldet für die Arbeitslosigkeit ihrer Männer büßen." (Pressemeldung vom heutigen Tage)
Helmut Höge
- taz Journalist
"Ein Haufen Arschlöcher!" "die soziale Revolution ist keine Privatsache" "hundert Blumen" "lila Eule" [53]
Harald Wolf
- Innensenator Berlin
Wegen folgendem Artikel [54] der dem einen oder anderen wohl noch geläufig ist, kündigte Berlins Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen Harald Wolf dem Mittelstands-Magazin, in dem dieser Artikel erschien, jetzt die Schirmherrschaft auf.[55]
Jürg Steiner
- Berner Zeitung (Schweiz)
Im Vergleich dazu sieht die mehrheitlich von Frauen gewählte Laufbahn über Gymnasium und Universität, so Elisabeth Grünewald, aus «wie eine undichte Pipeline». Je weiter die Karriere führt, desto mehr Frauen scheiden aus. Unter Maturanden und Studienanfängern sind sie noch in der Mehrheit. Aber schon bei den Studienabgängern sind Frauen in der Minderheit – und ihre Kurve sinkt bis zu den Spitzenpositionen in Forschung und Lehre steil ab. Scharf ausgedrückt: Trotz starker Schulleistungen werden Frauen später oft gestoppt. Und trotz schwacher Schulleistungen bringen es Männer später häufig weit – was mitunter schon Jugendlichen bewusst ist. «Beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf und später», sagt Elisabeth Grünewald, «stellen sich die schwierigen Fragen.» Man müsste sagen: die unangenehmen Fragen. Überspitzt formuliert: Was für Mädchen im Gymeralter in Bildung investiert wird, zahlt sich später für sie und die Gesellschaft noch kaum aus – ausser, die Frauen verzichten auf Familie und Kinder. Dass die Zukunft weiblich sein soll, wie Trendforscher hartnäckig behaupten, stimmt vielleicht bis zum Studienbeginn. Danach wird in den traditionellen Rollen weitergespielt. Und das wird sich, stellt man auf die Vorstellungen ab, die Grünewald und Hadjar bei den Berner Achtklässlern erhoben haben, nur langsam ändern. Wenn überhaupt. Jürg Steinerjuerg. steiner@bernerzeitung.ch
- http://www.faulejungs.ch
- http://www.bernerzeitung.ch/region/gemeinde/-Lernen-in---loecheriger-Pipeline-/story/22384534
Heiner Geissler
- CDU
Das ist schon ziemlich ekelig, was dieser Herz-Jesu-Sozialist/-Feminist da so absondert.[56] *würg* ALICE SCHWARZER: "FRAUEN SIND NICHT DIE BESSEREN MENSCHEN!" - HEINER GEISSLER: "FIND ICH SCHON" So sehr Alice Schwarzer in ihren schriftlichen Texten (Bücher und "Emma") gegen das Männergeschlecht herumholzt, so stark spricht sie bei TV-Auftritten deutlich zurückhaltender einen gesellschaftlichen Konsens an. In der "NDR-Talkshow" vom Freitag, dem 3. Mai, teilt sie zunächst einmal ihre Beobachtung mit, dass in der bisherigen Mediendebatte über Erfurt die Geschlechterfrage bestenfalls angerissen wurde, obwohl es doch ausschließlich Männer seien, "die das tun". Darauf steigt der ebenfalls anwesende CDU-Politiker Heiner Geißler mit der Bemerkung ein, er fordere schon seit langem eine Feminisierung der Gesellschaft: Man solle sich einmal vorstellen, anstatt von Massenmördern wie Milosevic oder Karacic wären Frauen, vielleicht gar Mütter, in dieser Position gewesen. Dann wäre es zu solchen Verbrechen nie gekommen. (Hier verschließt Geißler natürlich vor sämtlichen weiblichen Diktatorinnen und Kriegsherrinnen die Augen.) Eine Frau ginge solche Probleme nämlich ganz anders an, davon sei er zutiefst überzeugt. Schwarzer fällt ihm ins Wort und kritisiert diese Vorstellung als romantisierend: Das Problem liege nicht in einer Naturgegebenheit, sondern in der gesellschaftlichen Realität, die eine enorme Kluft entstehen lasse zwischen den Gefühlen und (Versagens-)Ängsten eines Jungen und dem Rollenbild, dem er gerecht werden müsse. Es gebe auch schreckliche und grausame Mütter. Geißler bleibt bei seiner Auffassung und legt einige Sätze später mit dem Spruch nach: "Was haben Männer und Wolken gemeinsam? Wenn sie sich verziehen, kann es noch ein schöner Abend werden." Allgemeines Gelächter, und Schwarzer kommt frohgemut zu dem Schluss: "Ich geh dann schon mal nach Hause, der Posten Feminismus ist heute besetzt." Geißler und Schwarzer im Duett. Invisible men 36. siehe auch altes Forum Beitrag 9.891
Joachim Arnold
- Landrat Wetteraukreis, Friedberg
Gerne und regelmäßig lese ich das von Ihnen verantwortete P.T. Magazin, dessen Beiträge ich schätze. Umso erstaunter war ich über den in Ausgabe 4/2009 erschienenen Leitartikel ‚Rettet unsere Söhne!’ von Ullrich Rothe. Einen solchen unseriösen Journalismus hatte ich in Ihrer Zeitschrift nicht erwartet. Undifferenzierte Betrachtungsweise, Vorurteile, Rollenklischees und eine wirre Argumentation finden sich zuhauf. Polarisierungen und Diffamierungen befördern keineswegs eine gesellschaftliche Debatte um die schulische Situation von Jungen. Muss man Frauenförderung und (leider) dringend benötigte Einrichtungen wie Frauenhäuser diffamieren, um Jungen zu fördern?
Solange es eine gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen gibt, sind gezielte Maßnahmen zum Ausgleich notwendig. Für unsere Kreisverwaltung sind Frauenförderung, Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Bestandteile einer modernen Personalpolitik. Deren Bedeutung wird aufgrund der demografischen Entwicklung und den dadurch bedingten Fachkräftemangel noch steigen. Ich hoffe, dass ich in Zukunft im P.T. Magazin, das ich sonst sehr schätze, von solchen journalistischen Entgleisungen verschont bleibe." Joachim Arnold, Landrat Wetteraukreis, Friedberg/H.
Ralf Dickerhof
- Pressereferent Welthungerhilfe Bonn
Heute nehme ich an einer Verteilung in Petit Goave westlich von Port-au-Prince teil. Da kommt schon der Jeep mit dem Sergeant der sri-lankischen UN-Blauhelme samt drei Kollegen. Verdammt, das werden doch nicht alle sein? Nein, da hinten kommt ein Lastwagen mit insgesamt 20 weiteren Blauhelmen. Unsere Erfahrung [erist gerade mal ein paar Tage da] hat uns gezeigt, dass es hier derzeit unmöglich ist, "einfach so" Nahrungsmittel oder eine Notausrüstung an die wirklich Bedürftigen zu verteilen, denn die können sich gegen die Stärkeren, die Dreisten, nicht durchsetzen. Gleich ein ganz anderer Ton, nicht? Und deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen, nur an Frauen zu verteilen: Die sind vernünftiger, nicht so gewalttätig wie *sic!* [neuer Pressesprecher!](junge) Männer – und bei ihnen sind die verteilten Waren gut aufgehoben... – so geht es einfach und gerecht zu. Von rechts kommen sie, eine nach der anderen, junge, alte, kranke Frauen und lachende Mädchen.Wir konnten die Richtigen erreichen, es lief alles ruhig und zügig ab – sehr gut! Mit freundlichem Gruß Ralph Dickerhof
Matthias Heine
- "Die WELT"
Helene Hegemann wird nicht verbrannt werden. Allenfalls gegrillt von den Medien. Die ehernen Spielregeln der Hochkultur haben ihr sogar genutzt. Denn diese Heilige Helene der Textblößen steht wohl nur noch auf der Shortlist des Leipziger Buchpreises, weil die Nominierung vorab bekannt wurde und die Jury nicht ohne Gesichtsverlust zurückrudern kann. Themen
- Helene Hegemann
- Prenzlauer Berg
- Berlin
- Axolotl Roadkill
- Urheberrecht
Gewinnen wird sie in Leipzig nicht. Aber langfristig schon. Wenn auch nur als Typus. Im ewigen Konflikt zwischen alten Männern und jungen Frauen haben die jungen Frauen immer Recht, und sie werden immer siegen. Das ist gut so.[57]
Siehe Auch
Einzelnachweise
- ↑ Der Bauch gehört ihr, "Die WELT", 2. Oktober 2007
- ↑ Wo Männer sich auskennen, Die Wochenzeitung (Schweiz), 7. Juli 1989
- ↑ 3,0 3,1 Der Mann am Ende, Der Standard, 12. Mai 2007
- ↑ Eine Krankheit namens Mann, Der Spiegel, 15.09.2003
- ↑ [1], 3sat
- ↑ [2], Natürlich Leben
- ↑ Frauenpower, "Die Welt", 20. Juli 2001
- ↑ Frustrierte Neue Welt - Gespräch mit Horst Opaschowski, BR Online
- ↑ Frage zum Thema Familie, 21.08.2005
- ↑ Aktuelles 2006, VafK Schwaben (Armenbegräbnisse)
- ↑ Gehalt: Frauen haben das Nachsehen, FOCUS, 18.07.2007
- ↑ Frauen morden moralischer, Newsgroup de.soc.gleichberechtigung
- ↑ 13,0 13,1 Die Vorzüge der Männersteuer, Genderama, 1. Mai 2007
- ↑ 14,0 14,1 Positive Diskriminierung: Mehr Gehalt für Männer?, Blog von juracity.de, 12. Juni 2007
- ↑ Intelligenz ist weiblich, 10.11.2001
- ↑ CDU im Wahlkampf, "Hamburger Morgenpost" vom 31.03.2007
- ↑ 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 AK Aktiv gegen Männergewalt
- ↑ KULTURPRESSESCHAU, Deutschlandradio, 01.05.2004
- ↑ [3], Die Zeit
- ↑ Sie prügeln inkognito, Jungle World, 24. November 2004
- ↑ [4]
- ↑ 22,0 22,1 Vancouver 2010: Warum Frauen die besseren Männer sind, Die WELT, 24. Februar 2010
- ↑ World Awards jetzt auch für Frauen: Gorbatschow verleiht die ersten Preise, News, 14.4.2004
- ↑ SHZ vom 15.05.2004
- ↑ Steve Biddulph, Jungen! Wie sie glücklich heranwachsen, 4. Auflage, Beust-Verlag, Seite 36
- ↑ "Stachlige Argumente", 4/2002, Zeitschrift von B90/Grüne, Landesverband Berlin
- ↑ Bunte, Heft 23/2004, S. 97
- ↑ Vanity Fair Ausgabe 38/2008
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- ↑ Chrismon AG 07/2004 Begegnungen: Hans-Ulrich Klose / Thomas Straubhaar
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- ↑ Psychologe Rolf Pohl über Sexismus: "Männer haben Angst vor Frauen", 06.03.2009
- ↑ Naumburger Tageblatt, 04.10.04
- ↑ Die Zeit Campus, Ausgabe 2/09
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- ↑ Einsame Spitze, SZ-Magazin, Heft 13/2009
- ↑ Hochmut kommt vor dem Phall, SZ-Magazin, Heft 11/2009
- ↑ Wissenschaft streitet um Frauenquote, Handelsblatt vom 05.06.2006
- ↑ Die Göttin und ihr Heros: Vom Mutterrecht zum Vaterrecht
- ↑ Grünen-Politiker Montag fordert Frauenquote für Bundesgerichte, Der Spiegel, 16.05.2009
- ↑ Jack Holland: Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses bei Zweitausendeins
- ↑ Rudi Assauer, so etwas macht Mann nicht!, Die Welt, 6. Juni 2009
- ↑ Vaterschaftstests PRO: Freud lässt grüßen, Die Zeit, 13.01.2005
- ↑ Women cleverer than men, says MP, BBC News, 8. Dezember 2004
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- ↑ Matschie verbockt das Tor, NTV, 01. Oktober 2009
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- ↑ Familien mit Faustrecht, tageszeitung, 12.04.2005
- ↑ HELMUT HÖGE über die Väter-Fantasien, tageszeitung, 04.08.2001
- ↑ Rettet unsere Söhne!, Mittelstands-Magazin, 06. Juli 2009
- ↑ Leserbriefe zu P.T. Magazin 6/2009, Mittelstands-Magazin, 11. Januar 2010
- ↑ Frauenfrage: So wie Heiner kann das keiner
- ↑ Ewige Vorurteile: Warum alte Männer Helene Hegemann hassen, Die Welt, 12. Februar 2010
