Passive Vergewaltigung
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Begriff
Die so genannte passive Vergewaltigung bezeichnet einen Vorgang, bei dem sich eine Frau bewusst gegen den Willen ihres Sexualpartners durch diesen befruchten lässt, um ihn später zu Unterhaltszahlungen heranzuziehen bzw. zur Übernahme der jahrzehntelangen Verpflichtungen der Vaterschaft zu nötigen und damit in die Ernährerrolle für die Frau zu drängen. Der Begriff wurde in den 1970ern von Esther Vilar geprägt. Sie wählte bewusst das Wort „Vergewaltigung“, da ihrer Meinung nach das bewusste Durchkreuzen der Lebenspläne des Mannes einer Vergewaltigung gleichkäme; der Mann werde dazu gezwungen, ein Kind „auszutragen“.[1] Mit einer Vergewaltigung im strafrechtlichen Sinne hat eine solche Handlung nichts zu tun und ist auch nicht strafbar.
Ende der 1990er und in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde durch die Boulevardpresse hierfür auch der Begriff Samenraub geprägt, insbesondere im Zusammenhang mit der "Besenkammer-Affäre" Boris Beckers.[2]
Einzelnachweise
Weiterführende Information
- Kinder - Eintrittskarte für das lebenslängliche Gefängnis Kurze Passage aus dem Streitgespräch zwischen Alice Schwarzer und Esther Vilar von 1975.
- Zwangsvaterschaft
- Zwangsvaterschaft (pdf)
