Zeugungsstreik

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Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Im Rahmen zahlreicher sowie langjähriger Untersuchungen und Studien, die den anhaltenden Bevölkerungsrückgang (Demografie) in Deutschland erklären sollten, wurde hier auch zunehmend die Rolle der Männer untersucht.

Über einen langen Zeitraum wurde als Ursache hierfür zunächst fast ausschließlich die mangelnde Vereinbarung von Familie und Beruf auf Seite der Frauen sowie der Sachverhalt, dass sich vorwiegend Akademikerinnen gegen Kinder entscheiden, betrachtet.

Mit Erscheinen des Buches Der Zeugungsstreik [1] von Meike Dinklage erfolgte eine verstärkte Hinwendung zu Untersuchungen, die sich mit den Beweggründen von Männern auseinandersetzen.

Spätestens mit Erscheinen des Buches von Dinklage im Jahr 2005 gilt das Wort "Zeugungsstreik" als politisches Schlagwort.

Durchgeführte Untersuchungen kommen zu unterschiedlichen Bewertungen des Sachverhalts.

Männerrechtler sehen die Ursachen des Zeugungsstreikes in zunehmender Perspektivlosigkeit der Männer, verursacht durch die Entwertung der Ehe von einem geschützten Vertrag zu einer schlichten amtlichen Registrierung einer Lebensgemeinschaft, die sich daraus ergebenden steigenden Scheidungsraten sowie die verhaltensunabhängigen, Väter benachteiligenden Unterhalts- und Umgangsregelungen als Folgeerscheinungen dieser Scheidungen und ein damit verbundenes größeres und unkalkulierbares Risiko, als reiner "Zahlvater" seelisch und finanziell zu verarmen.

Dies formulierte der Richter am OLG Bamberg, Harald Schütz, am 10. Mai 1997 auf dem 49. Deutschen Anwaltstag konkret so:

"In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestselbstbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben."[2]


Bedauerlicherweise sind bisher trotz Kenntnis des Sachverhalts sowie dessen Ursachen von Seiten der Politik keine ernsthaften Schritte unternommen worden, die Rahmenbedingungen oder möglichen Auswirkungen von Beziehungen und Ehe für Männer zu verbessern.

So richtet sich aktuell der Vorwurf an die Politik, am Punkt der Analyse stehen geblieben zu sein.

Einzelnachweise

  1. Rezension zu "Der Zeugungsstreik" von Meike Dinklage 2005
  2. Anwaltsblatt (AnwBl) 8 9/97, Seite 466-468, 1997

Weiterführende Information


Literatur

Links

(2005)

(2008)

Presse

(2005) Trierischer Volksfreund Nr. 109 DO 12. Mai 2005 Seite 23: "Männer im "Zeugungsstreik" - Angst vor Freiheitsverlust und Verantwortung - Viele Partner weichen Kinderfrage aus

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge